Kinder sind anders, Eltern auch!

Nicht nur du hast Ängste und Sorgen!
Deinen Eltern geht es ähnlich. Sie haben Angst vor der Zukunft, davor, dass du für dich nicht den richtigen Weg finden wirst oder einfach die Befürchtung davor, dass du eine ungünstige Entwicklung nimmst und auf die schiefe Bahn gerätst. Besonders in der Pubertät ihrer Kinder stehen deine und andere Eltern meist vor scheinbar unlösbaren Problemen.
Bei der Jugendgerichtshilfe Dresden gibt es seit 1996 ein offenes, niederschwelliges Angebot – das Projekt Elterngruppe.

Elternabend – Wann, wo, für wen?

Diese regelmäßigen Treffen dienen vor allem dazu, mit Eltern ins Gespräch zu kommen, Erfahrungsaustausch zu ermöglichen und Unterstützung anzubieten.
Die Gruppenleiter zeigen den Betroffenen neue Wege im Umgang mit schwierigen Alltagssituationen, weisen auf Alternativen hin und informieren über Hilfsangebote anderer Einrichtungen.
Ziel der gemeinsamen Abende soll es auch sein, die Eltern wieder dazu zu bringen, ihr eigenes Leben positiver zu gestalten. Dies verbessert meist die Stimmung in der Familie, sodass es sich viel leichter über Probleme reden lässt.
Nach dem Einblick in die Lebenssituation der Eltern sind manchmal weitere fachkundige Beratungen notwendig. Um sicherzugehen, dass die Eltern gut beraten und aufgehoben sind, verweisen wir sie an den Allgemeinen Sozialen Dienst in den Dresdner Ortsämtern, an Beratungsstellen, Psychologen oder andere Einrichtungen der Jugendhilfe, mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten und die gern bereit sind zu helfen; wenn gewünscht, auch anonym.
Wenn das eigene Kind straffällig geworden ist, fragen sich viele Eltern:

Auch über solche – teilweise unbegründeten – Selbstvorwürfe wird in der Elterngruppe gesprochen.
Zusammen mit den Teilnehmern wird nach der Ursache der Straffälligkeit des Jugendlichen gesucht.

Die Inanspruchnahme unserer Hilfe ist nicht peinlich!
Eventuell bestehende Hemmungen, zum Jugendamt zu gehen, sind unbegründet, denn unsere Sozialarbeiter sind Fachleute, die helfen wollen.